Adblocker: Wenn du mich blockst, block ich dich!

Wer viel im Web surft, kennt sicherlich schon den Adblocker. Ein kleines Browser AdOn, welches Werbeanzeigen von Webseiten ausblendet und nur den wichtigen Inhalt anzeigt. Hört sich gut an, oder?

Machen wir uns nichts vor, Werbung kann sehr nervig sein. Gerade wenn sie aus dem heiteren Himmel aufploppt, blinkt oder quer über den Bildschirm fliegt. Daher ist es wohl verständlich, dass Leute ein Skript entwickeln, welcher gegen die Werbeflut Abhilfe verschafft. Doch was gibt es daran auszusetzen? Die Webseitenbetreiber sind doch selber schuld daran, wenn sie so viel Werbung in die Seite implementieren, oder?

Ja und nein. Natürlich gibt es Seiten die sich eine goldene Nase an vielen störenden Werbeflächen verdienen, jedoch leiden vor allem kleinere Seiten von der Werbe-Verweigerer-Software. Viele Seiten sind von den Werbeeinnahmen abhängig um die laufenden Kosten, Entwicklung und Service anbieten zu können. Auch ich füge in meinen Webseitenprojekten Werbung ein, um somit zumindest einen kleinen Teil der Kosten zu decken. Eine Webseite kostet Geld, Energie und Herzblut, wenn es nach den Benutzern des Werbeblockers geht, sollte dieses anscheinend jedoch nicht vergütet werden. Ich bin ehrlich: Es gibt Seiten, die es mit der Werbung definitiv übertreiben. In diesem Fall kann ich es verstehen, das Leute einen Werbeblocker benutzen um der Werbekeule zu entkommen. Das Problem ist jedoch, dass standardmäßig Werbung auf allen Seiten geblockt wird und somit auch der kleine Webseitenbetreiber, welcher nur ein paar kleine Anzeigen freigibt, keine Vergütung erhält. Seit längerer Zeit blockieren einige Webseiten, Benutzer die Werbeblocker benutzen, oder bitten diese den Werbeblocker für diese Seite zu deaktivieren. Ganz nach der devise: „Blockst du mich, block ich dich“. Eine der bekanntesten Seiten, die dieses Verhalten praktizieren, ist Bild.de. Entweder man deaktiviert den Skript oder man muss ein Abo abschließen.

Infografik: Wie junge Menschen über Adblocker denken | Statista

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Warum soll ich Energie und Zeit in ein Projekt stecken, wenn die Leute so „respektlos“ damit umgehen und mir noch nicht einmal die Werbeeinnahmen gönnen? Diese Frage stellen sich viele Webseitenbetreiber. Auch ich habe häufig bemerkt, dass viel Geld durch die Nutzer der Adblocker, ausbleibt. Auf dieser Seite bekommt ihr eine Nachricht mit der Bitte, die Software zu deaktivieren, solltet ihr diese mit dem Werbeblocker aufrufen. Dies basiert zum jetzigen Zeitpunkt noch auf der freiwilligen Basis, da ich eigentlich keine Leser aussperren möchte. Jedoch kann ich jeden Webseitenbetreiber verstehen, der für seine Arbeit einen kleinen Lohn erhalten möchte. Werbung tut ja auch nicht weh. Der Leser hat durch Werbung keinen großen Nachteil, solange diese in maßen geschaltet wird.

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Acceptable Ads: Das Schutzgeld der Neuzeit!

Als Acceptable Ads versteht man Werbung auf Seiten, welche als nicht störend oder nervig empfunden werden. Diese können gemeldet und somit von einen Komitee freigegeben werden. Sie landen dann auf einer art Whitelist und Besucher bekommen trotz Werbeblocker die freigegebenen Werbeflächen angezeigt. Vor einiger Zeit hat Heise.de einen Artikel dazu veröffentlicht, in dem es über die Preise geht, um in solch eine Liste aufgenommen zu werden. Zwar müssen nur rund 10% aller eingetragenen Webseiten eine zusätzliche Gebühr von 30% der Werbeeinnahmen entrichten, dennoch empfinde ich die Praktiken als etwas fragwürdig. Auch gab es in der Vergangenheit Berichte von anonymen Investoren, welche viel Geld in das Projekt gesteckt haben sollen. Kritiker behaupten es wären Werbenetzwerke die sich angeblich in die Acceptable-Ads-Liste eingekauft hätten. Was dahinter steckt ist jedoch sehr schleierhaft und ungeklärt.

Fazit

Ich selber benutze keinen Adblocker mehr da ich der Meinung bin, dass jeder Webseitenbetreiber der Arbeit in seine Seite steckt, eine angemessene Vergütung erhalten sollte. Wenn eine Seite mit Werbung überladen ist, rufe ich diese einfach kein zweites Mal auf.

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