Die Schlafparalyse & Ich.

Die Schlafparalyse & Ich.

Stell dir einmal vor du liegst in deinem Bett und bemerkst auf einmal, dass du dich nicht bewegen kannst. Halluzinationen und die Panik in dir tritt ein. Die Atmung beschleunigt sich und du hast das Gefühl, du bekommst keine Luft mehr.

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Was sich wie ein Anfang eines Stephen King Romans anhört, ist mir vor über einem Jahr tatsächlich passiert. Und bevor die Frage aufkommt, Ja ich war nüchtern. Die Rede ist von einer bewusst wahrgenommen Schlafparalyse.

Meine eigene Erfahrung mit der Schlafparalyse

Es war eine warme Sommernacht. Ich ging früh ins Bett, weil ich am nächsten Tag früh raus musste. An das Einschlafen konnte ich mich nicht mehr erinnern. Plötzlich fühlte ich, dass ich wach war wurde. Ich öffnete meine Augen und fühlte: nichts. Ich wollte mich auf die Seite drehen, da ich so besser schlafen kann. Doch trotz meine Bemühung konnte ich mich nicht bewegen. Ich spürte meine Arme und Beine nicht. Angst breitete sich in mir aus. Ich versuchte es noch einmal. Auch dieser Versuch blieb ohne Erfolg. Es fühlte sich so an, als ob mein Körper in Beton fest steckt. Auf einmal bemerkte ich, dass meine Atmung sich rapide beschleunigte. Ich versuchte unzählige Male meinen Oberkörper anzuheben und mit jedem Versuch breitete sich meine Panik immer weiter aus. Es gelang mir kaum einen klaren Gedanken zu fassen. Trotz meiner schnellen Atmung hatte ich das Gefühl, jemand würde mir die Luft rauben.

Ich versuchte mich zu beruhigen. Meine Atmung beruhigte sich wahrscheinlich. Das glaubte ich zumindest, da ich bemerkte dass ich meine Atmung nicht bewusst steuern konnte. Ich schloss meine Augen und versuchte einen klaren Gedanken zu fassen. Da bemerkte ich es. Ich weiß nicht ob es von Anfang an schon da war. Ein Summen. Nicht laut. Hell und dennoch tief. Kindlich und dennoch könnte es genauso auch von einem alten Mann stammen. Kurzgesagt: Es war nicht definierbar. So langsam wurde es mir klar. Mein Gehirn versucht mir einen Streich zu spielen. Dies ist ein Phänomen, welches bereits bekannt ist. Schau mal einige Minuten in einen Spiegel. Dein Gehirn wird sich langweilen und schnell Halluzinationen ausüben. Dies ist ein gruseliges Phänomen, welches häufig auch bei Schlafparalysen auftreten kann.

Ich versuchte mich nur auf mich selbst zu konzentrieren und ließ meine Augen fest verschlossen. Dies half mir auch wieder einzuschlafen. Am nächsten Tag grübelte ich über die unheimliche Begegnung mit einer Schlafparalyse. Zum Anfang tat ich das Ereignis als ein einfachen Albtraum ab. Doch es fühlte sich anders an. So real und natürlich. Nach einiger Recherche im Netz traf ich auf den Begriff „Schlafparalyse“. Ein Phänomen welches weit verbreitet und bei den Forschern bekannt ist.

Doch was ist eine Schlafparalyse & warum tritt sie auf?

Eine Schlafparalyse ist ein natürlicher Effekt, welcher während der REM-Schlafphase (Rapid Eye Movement zu deutsch: schnelle Augenbewegungen) auftritt. Dieser sorgt dafür, dass wir uns während des Schlafens nicht bewegen können. Lediglich die Augäpfel zucken mit schneller Bewegung hin und her. Nun kann es passieren, dass der Schlafende die Schlafparalyse bewusst wahrnimmt. Dieser kann sich nicht während der Paralyse bewegen. Dies führt häufig zu ein Gefühl der Hilflosigkeit und zu Panikattacken.

Die Schlafparalyse & Ich.

Dazu kommen häufig Halluzinationen aufgrund von Verschmelzung der Träume mit der Realität. Auch kann das Gehirn dem Träumendem einen Streich spielen. Wenn das Hirn sich „langweilt“ versucht es Ereignisse darzustellen um etwas zu tun. Dieses kannst du ganz einfach mit einem Selbstexperiment ausprobieren. Stelle dich für einige Minuten vor einem Spiegel. Dimm das Licht und entferne ablenkende Gegenstände aus dem Raum.

Du wirst unheimliche Eindrücke sehen und hören.

Doch durch was werden bewusst wahrnehmbare Schlafparalysen ausgelöst?

Hierfür gibt es einige Faktoren. Eine große Rolle spielt hierbei der Schlafmangel und der Stresspegel. Personen die am Tag stark gestresst sind, haben ein höheres Risiko eine bewusste wahrnehmbare Schlafparalyse zu erleben.

Viele Leute denken, dass sie noch nie solch eine Erfahrung gemacht haben. Doch jetzt mal ehrlich, kannst du dich an jeden Traum nach dem Aufwachen noch erinnern? Nein! So ähnlich ist das auch bei Schlafparalysen. Du befindest dich bei der bewusst wahrnehmbaren Schlafparalyse zwischen Traum und der Realität. Daher muss es nicht zwangsläufig sein, dass du dich am Tag danach noch an die Paralyse erinnerst.

Wie sollte man sich verhalten, wenn man während der Schlafparalyse wach wird.

Ruhe bewahren. Dies wird dir zwar sehr schwer fallen und ist leichter gesagt als getan, aber das ist der beste Weg sich der Paralyse zu lösen. Du wirst kein Zeitgefühl mehr besitzen. Sekunden fühlen sich an wie Minuten und Minuten wie Stunden. Ich konnte durch das Schließen meiner Augen wieder komplett in die Schlafphase zurück gelangen und am nächsten Tag ganz normal aufwachen.

Abschließend lässt sich sagen, das die bewusst wahrnehmbare Schlafparalyse eine sehr gruselige Situation sein kann und ich in Zukunft gerne darauf verzichten kann. Die Schlafparalyse ist eine komplett natürliche Lähmung. Sollte es jedoch häufig dazu kommen, das diese bewusst erlebt wird, redet man von einer Schlafstörung.

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