Die Stammzellenforschung: Hat Deutschland gegen Asien verloren?

Die Stammzellenforschung: Hat Deutschland gegen Asien verloren?

Deutschland ist, bzw. war lange für Forschungen und neue Errungenschaften in der Wissenschaft bekannt und berüchtigt. Doch in einem Gebiet sind wir Deutsche und viele andere Länder rückläufig. Die Rede ist von der berüchtigten und häufig kritisierten Stammzellenforschung. Doch wie kann es sein, dass asiatische Länder unsere Forschung längst abgehängt haben.

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“Das Klonen von menschlichen Stammzellen zu erlauben, nur weil es vielleicht andere Staaten tun werden und man deswegen einen Nachteil in der wirtschaftlich interessanten Forschung hätte, entspricht dem Gedankengang, alle Staaten hätten die Sklaverei einführen müssen, weil sie ihnen wirtschaftliche Vorteile gebracht hätte.”

Wolfgang J. Reus.

Das ABC der Stammzellenforschung:

Viele wissen garnicht, dass es mehr als nur eine Stammzell-Art gibt.

Man unterteilt die Stammzellen grob in drei Arten. Die multipotenten, die pluripotenten und die totipotenten Stammzellen. Diese werden dann erneut in Unterkategorien eingeteilt, diese spielen für den Beitrag jedoch weniger eine Rolle.

Hier nun eine kurze Zusammenfassung der einzelnen Stammzell-Arten:

  • Die multipotenten Stammzellen: Sie dienen als Ersatz für abgestorbene Zellen. Sie sind Artspezifisch, bedeutet: Eine Hautstammzelle kann nur weitere Hautzellen bilden. Untergruppen: Gewebestammzellen, fetale Stammzellen und mesenchymale Stammzellen (MSC).
  • Die pluripotenten Stammzellen: Diese können Zellen eines gewissen Keimblattes (Endoderm, Exoderm oder Mesoderm) bilden, bedeutet eine mesoderme, pluripotente Stammzelle kann nur weitere mesoderme-Zellen bilden. Untergruppen: Vorläuferzellen der Keimzellen und induzierte pluripotente Stammzellen.
  • Die totipotenten Stammzellen: Hierbei handelt es sich um wahre alleskönner. Diese Zellen sind in der Lage ganze Organismen zu bilden. Untergruppen: Embryonale Stammzellen.

Wie du dir wahrscheinlich bereits denkst, ist die embryonale Stammzelle die interessanteste für die Forscher. Sie ist in der Lage sich in allen Zellen zu differenzieren (sich teilen). Sie wird aus der befruchtete Eizelle (Zygote) isoliert, bevor diese das Acht-Zell-Stadium erreicht.

Und da befinden wir uns nun auf der Schwelle zwischen der Forschung und der Ethik.

Was ist jetzt möglich und was könnte in der Zukunft möglich sein?

Jetzt schon möglich:

  • Heilung von Hautverbrennungen.
  • Behandlung von Hornhauttrübung.
  • Behandlung von Leukämie.
  • Behandlung von Diabetes Typ 1.

Könnte in Zukunft möglich sein:

  • Behandlung bei Leberversagen.
  • Kaputte Zellen bei Parkinson könnte man ersetzen.

Zwischen der Ethik und der Forschung:

Es gibt mehrere Gesetze, die die Verwendung der Embryonen-Stammzellen für die Forschung regulieren. Zum einen gibt es das Embryonenschutzgesetz. Dieses regelt den Umgang mit künstlichen Befruchtungen. Es sagt aus, dass eine befruchtete Eizelle bereits als schützenswert anzusehen ist. Sie gilt daher bereits 24 Stunden nach der Befruchtung als ein Mensch. Außerdem regelt das Gesetz dass eine Eizelle, welche künstlich befruchtet wurde, immer in die Mutter zurück eingepflanzt werden muss. Eine Forschung an diesen ist nicht erlaubt.

Das Stammzellgesetz verbietet grundsätzlich die Einfuhr und die Verwendung von embryonalen Stammzellen für Forschungszwecken. Jedoch gibt es ein Erlaubnis-Vorbehalt. Dies bedeutet, dass Forscher bei der Zentralen Ethik-Kommission für Stammzellenforschung am Robert Koch Institut, eine Genehmigung stellen können. Eine Bedingung für die Stattgabe ist, das nur Embryonen vor dem 01.05.2007, aus dem Ausland, verwendet werden.

Meine Meinung:

Ich finde es persönlich sehr wichtig, dass es klare Gesetze in diesem Forschungsbereich gibt. Dennoch denke ich, dass die Gesetze die Wissenschaft zu stark einschränkt und so den Fortschritt verlangsamt. Es ist kein Geheimnis, dass gerade asiatische Länder viel Forschung an Stammzellen betreiben und schon einige Erfolge verbuchten. Daher bin ich für eine Lockerung der Gesetze und hoffe durch diese, dass das Potenzial dieser erstaunlichen Zellen in Zukunft besser genutzt werden könnte.

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