Feuerwerk an Silvester verbieten?

Feuerwerk an Silvester verbieten?

Kannst du dir vorstellen an Silvester auf Feuerwerk zu verzichten? Viele in meinem Umfeld sind der Meinung, dass Feuerwerk zwangsläufig zu Silvester gehört. Doch was spricht für den Kult am Ende des Jahres und was dagegen?

(Anzeige)

Die Geschichte hinter dem Feuerwerk.

Das Feuerwerk hat eine lange Geschichte. Laut einigen Überlieferungen, wurde das Schwarzpulver bereits im 6. oder 7. Jahrhundert von taoistische Mönche erfunden. Zunächst wurden jedoch die Raketen und Böller nicht zur Vergnügung, sondern zum Vertreiben Von Geistern eingesetzt. Dies änderte sich jedoch im 14. Jahrhundert. Der Vertrieb wurde durch Händler vorangetrieben. Durch Zugabe von Erdalkalimetallen (z.B. Strontium und Barium), wurden die Feuerwerke nun auch bunt und somit für die Masse interessant.

Beginn des 20. Jahrhundert erlaubte man den Kauf von Feuerwerkskörpern.

Doch was spricht gegen das Böllern?

Einiges. Zum einen ganz klar der Aspekt der Umweltverschmutzung. Schau dir einmal die Straßen an den Tagen der Silvesternacht an. Die Straßenreinigung hat die Tage nach dem Jahreswechsel alle Hände voll zu tun.

Was entsteht beim zünden von Böllern und Raketen?

Bei dem Abfeuern von Feuerwerken, entsteht signifikant viel CO2 und Feinstaub. Ich möchte mich jedoch auf den entstehenden Feinstaub konzentrieren.

Feinstaub wird in zwei Größen kategorisiert. PM 10 und PM 2,5. Bei PM 10 handelt es sich um Feinstaub in der Größe von 10 μm. Diese können zu Atemprobleme in den oberen Atemwege führen. PM 2,5 Feinstaub kann hingegen in die Bronchien und Lunge eintreten und dort für ernste Atemprobleme und Entzündungen sorgen. Doch wie erhöht sind die Werte während dem Jahresende?

Durschnittlich haben wir einen Wert von 30 – 40 μg pro Kubikmeter Luft. Dieser steigt während der Silvesternacht auf über 1000 μg pro Kubikmeter Luft. Hier seht ihr eine Statistik dazu:

Infografik: Neujahrsfeuerwerk sorgt für Feinstaubanstieg | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Zwar sinkt der Wert kurze Zeit danach wieder auf die Normwerte, jedoch ist noch nicht geklärt in wieweit die kurzen, erhöhten Werte dem Menschen schädigen.

Feuerwerke verstören Tiere.

Jeder der ein Haustier hat kennt wahrscheinlich das Problem. Die Tiere werden verängstigt und verstört von dem Krach der Feuerwerke. Doch nicht nur Haustier haben diese Probleme. Wildtiere geraten durch die Knallerei in Panik und verlaufen sich regelmäßig bei der Flucht vor dem Knall.

Bunt, bunter, voller Schwermetalle!

Hattet ihr euch mal gefragt, was für die Farben bei den Raketen sorgt? Blei, Barium, Strontium und Chrom sorgen für die schönen, grellen Farben beim Abfeuern von Raketen. Erdalkalimetalle und Schwermetalle gelangen somit in die Umwelt. Auch Chlor- und Schwefelverbindungen entstehen bei der Zündung von Feuerwerken. Diese Verbindungen und die Schwermetalle sind potenziell giftig für Mensch, Tier und Umwelt.

Rund 8.000 Menschen erleiden jährlich in Deutschland Verletzungen durch Böller und Raketen…

…Diese Zahl wurde vom Umwelt Bundesamt veröffentlicht. Zusätzlich kommen noch Sachbeschädigungen durch brennende Feuerwerkskörper. Während der Silvesternacht sind die Notaufnahmen in Krankenhäusern häufig überfüllt und die Feuerwehr löscht Brände in Akkord.

Sollte man nun Feuerwerk an Silvester verbieten?

Meines Erachtens wäre ein Verbot von Feuerwerkskörpern für den Privatgebrauch sinnvoll. In einigen Ländern ist das Abfeuern von Feuerwerkskörpern, von Privatpersonen bereits verboten. In diesen wird zu Silvester nur an öffentlichen Plätzen das Feuerwerk, von Pyrotechnikern gezündet. Das macht meiner Meinung nach auch Sinn. Damit kann das Verletzungsrisiko eingedämmt werden. Auch könnte man so besser die Reste der Feuerwerkskörper fachgerecht entsorgen.

 Wenn Sie einen Rechtschreibfehler gefunden haben, benachrichtigen Sie uns bitte, indem Sie den Text auswählen und drücken Sie dann Strg + Eingabetaste.

Das könnte Dich auch interessieren …

1 Antwort

  1. Uli sagt:

    Wieder ein interessanter und informativer Artikel. Danke!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Fehlerbericht

Der folgende Text wird anonym an den Autor des Artikels gesendet: